Dorn & Schörner

Wirbelkammerpyrolyse-Holz

Einfaches Verfahren vom Holzhackschnitzel / Sägespan zum (Pyrolyse) -Öl

Die (klassische) Pyrolyse ist eine alte Technik, sie stellt die Arbeitsgrundlage der Köhler dar, läuft dabei relativ langsam ab mit dem Ziel der Holzkohlenproduktion.
Bei schneller werdender Pyrolyse kann man das Arbeitsergebnis in Richtung höherer (Pyrolyse) -Ölausbeute bei geringer werdender (Pyrolyse) -Koks- bzw. -Gasmenge beeinflussen, was dann als Flash-Pyrolyse bezeichnet wird. Die Flash-Pyrolyse ist mit unterschiedlichen Technologieverfahren wie z.B. Wirbelschicht-, Vakuum-, Konus- und Vortexreaktor wie auch der Ablativtechnologie betreibbar.

Das Ausbeuteergebnis unterscheidet sich nur wenig beiden unterschiedlichen Verfahren. Für ein gutes Flash-Pyrolyseergebnis müssen nachfolgend genannte Bedingungen möglichst gut eingehalten werden:

- schnelles Aufheizen auf ca. 450°C (+/- 30 K)
- kurze Verweilzeit (kleiner 1 Sec.) der Pyrolyseprodukte in der Reaktionszone
- schnelles und wirksames Abscheiden flüssiger Produkte

Diese Forderungen können bei der Pyrolyse von Holz in der Wirbelkammer gut erfüllt werden, so dass ein entsprechend gutes Ausbeuteergebnis (ca. 50% - abhängig vom Einsatzstoff) erwartet wird.
Darüber hinaus ist bei der Wirbelkammerpyrolyse-Holz die Möglichkeit gegeben, die Restprodukte aus der Pyrolyse, der (Pyrolyse) -Koks und das (Pyrolyse) -Gas in einer Wirbelkammerverbrennung zu nutzen.

Die Gase aus der Wirbelkammerverbrennung mit

- Luftüberschuß Null (d.h. Lambda = 1,0)
- Temperaturen von ca. 600 bis 800 °C
- Gasmengen, entsprechend der Anforderung der Pyrolyse

werden dem Wirbelkammerpyrolysereaktor zugeführt und sind für den Pyrolyseprozess notwendig. Dies bedeutet, dass bei der Wirbelkammerpyrolyse-Holz nichts übrig bleibt außer Wärme (die genutzt werden kann) und das (Pyrolyse) -Öl.

Das (Pyrolyse) -Öl läßt sich im Brenner wie auch im Motor (Selbstzünder-Diesel) nutzen.
Es können Weich- und Harthölzer eingesetzt werden. Die Feuchte sollte zwischen 10 und
15% liegen, Sägespäne eignen sich im Besonderen für die Wirbelkammerpyrolyse-Holz.

Durch das Fehlen eines Wärmeträgers (z.B. Sand bei der Wirbelschicht) ist die Wirbelkammerpyrolyse vergleichsweise einfach zu handhaben und gut automatisierbar.

Das (Pyrolyse) -Öl hat einen niedrigen Heizwert und ist sehr korrodierend, ist lagerfähig und stellt einen Speicher dar, kann zeitlich und örtlich (auch mobil) unabhängig genutzt werden.

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